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Mein Spontan-Besuch auf der LBM 2014

Hallo meine Lieben,

vor ein paar Tagen noch habe ich sämtlichen Familienmitgliedern und Freunden die Ohren voll geweint, dass ich auch dieses Jahr wieder nicht nach Leipzig zur Buchmesse fahren kann, weil mir – mal wieder – eine Seminararbeit im Rücken sitzt. Dann habe ich aber mit besagter Arbeit recht schnelle Fortschritte gemacht, dass ich mir einfach gedacht habe „Ach, sche*ß drauf, den einen Tag kannst du dir gönnen!“. Dank Onlineticket war die Sache innerhalb von einer Stunde beschlossen, geplant und vorbereitet. Am Freitag habe ich dann bei schönstem Wetter nach zweijähriger Abwesenheit die Leipziger Messehallen unsicher gemacht und kann nur sagen: es war klasse!

Nachdem mich die Deutsche Bahn in Werdau stranden lassen hat, auf einem einsamen eiskalten Bahnsteig, dank „Störungen am Triebwagen“, bin ich dann gegen 10:30  Uhr am Bahnhof Messe gelandet und wurde mit gefühlt 10.000 anderen Menschen vom Zug ausgespuckt, woraufhin wir uns als Massenpilgerstrom in Richtung Messehallen begaben.

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Dank der unfreiwilligen einstündigen Pause war meine erste angesteuerte Lesung schon vorüber, als ich endlich in der Halle ankam. Danke, liebe Bahn. Aber ich hatte mir vorgenommen, mir definitiv nicht diesen besonderen Tag versauen zu lassen und habe mir dann in aller Ruhe die Hallen 3 und 5 angesehen, denn meine nächsten Termine standen erst am Nachmittag an. Wie jedes Mal war die Menge an Ständen und Ausstellern schier erschlagend und ich wusste gar nicht so recht, wo ich als erstes hinschauen sollte. Sicherlich habe ich wieder die Hälfte übersehen, so ein einzelner Tag ist halt doch nicht ausreichend, um wirklich alles mitzubekommen. Bald schon hatte ich allerhand Leseproben, Verlagsvorschauen, Lesezeichen, Zeitschriften und Visitenkarten (fürs Praktikum!) eingesammelt, sodass ich meinen schicken Sherlock Beutel rausholen und stolz präsentieren durfte. Mehr als einmal habe ich „Oh, wo gibt es denn diesen tollen Beutel?“ zu hören bekommen und musste die Leute dann immer mit betrübten Gesichtern von Dannen ziehen lassen, denn das Prachtstück befindet sich in Privatbesitz! 😀

Bei meiner völlig überteuerten Mittagspause bin ich dann Arno Strobel über den Weg gelaufen, leider war ich viel zu sehr von den gigantischen Preisen in Beschlag genommen, dass ich total vergessen habe, ihn heimlich bei seinem Bier abzulichten. Überhaupt ist diese Buchmesse nahezu fotolos über die Bühne gegangen! Danach habe ich mich wieder in Halle 3 zurückgekämpft um beim ARD TV Forum dem Herrn Sarrazin zu lauschen. Die Massen an Menschen haben schon angedeutet, dass hier mächtig was los sein würde und so kam dann nicht nur am Rande die Polizei, sondern auch mindestens 3 Bodyguards waren mit von der Partie. Nach der ganzen Aufregung musste ich mir erstmal eine kleine Pause gönnen, um mich dann mit neuem Elan den Hallen 4 und 2 zu widmen. Auch hier war wieder einiges los und meine Beutel wurden immer schwerer und schwerer, was vielleicht auch daran lag, dass ich mir die ersten beiden Bücher gekauft hatte. 😉

Ich wollte unbedingt ein Autogramm von Arno Strobel und da ich „Rachespiel“ noch nicht in meiner Sammlung hatte, war das quasi ein Pflichtkauf, sein frisch vorgestelltes Jugendbuch werde ich mir sicherlich auch bald noch zu Gemüte führen. Jedenfalls war ich dann besonders rechtzeitig am Löwe Stand und habe sogar noch ein signiertes Foto bekommen! Dann ging die große Entdeckungstour weiter, auch wenn mittlerweile schon ganz schöne Ermüdungserscheinungen auftraten, aber meine letzte Lesung wollte ich auf keinen Fall verpassen. Gegen 17 Uhr wurde es dann schwarzhumorig und skurril, als Tatjana Kruse aus ihrem neuesten Krimi „Grabt Opa aus“ las. Ich frage mich immer noch, weshalb ich bis zu diesem Zeitpunkt von dieser Autorin noch nie etwas gehört hatte, denn allein die paar Seiten die sie gelesen hat, waren so urkomisch, dass der Buchkauf quasi zur Pflicht wurde. Super nett und lustig ist sie auch noch, was sich beim anschließenden Signieren herausgestellt hat. 🙂

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Ein letzter Schlenderer durch die Hallen hat noch zwei weitere Bücher in meine so schon schweren Tüten fallen lassen und dann habe ich mich gegen 18 Uhr auf den Rückweg zum Hauptbahnhof gemacht. Dort noch eine kleine Stärkung eingenommen war ich dann endlich gegen halb zehn wieder zuhause, völlig fertig aber auch überglücklich über den tollen Tag!

Einen Einblick in meine Nachwirkungen könnt ihr schon mal hier vornehmen, jedoch sind meine breitgelaufenen Füße und die anhaltende Unlust zum Weitermachen an der Seminararbeit nicht darauf zu sehen. 😉 Ein ausführlicher Nachschubpost kommt dann die Tage noch!

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