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[Rezension] Legend #1: Fallender Himmel – Marie Lu

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Titel: Legend – Fallender Himmel

Reihe: Legend #1

Autorin: Marie Lu

Genre: Dystopie

Verlag: Loewe, September 2012

Format: Hardcover, 368 Seiten

Preis: 17.95 €

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Inhalt

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos – angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.

meinungDie Legend-Reihe ist ja eine von denen, von denen im Vorfeld alle gesprochen haben und dann nach dem Lesen restlos begeistert waren. Oft ist es bei mir so, dass ich mich solchen Hypes gar nicht erst anschließe und im schlimmsten Fall finde ich die gehypten Bücher die alle toll finden dann auch meistens gar nicht so gut. Eine gefühlte Ewigkeit nachdem der erste Band erschienen ist, habe ich ihn jetzt auch gelesen und muss sagen: der Hype war gerechtfertigt!

Eigentlich fängt es an, wie in so ziemlich jeder Dystopie. Die Protagonisten leben in einer Welt, die irgendwie schädlich ist und schon lange nicht mehr das, was sie mal war, außerdem hat meistens irgendein Regime seine Hände im Spiel. Auch in Legend ist das nicht anders, aber Marie Lu hat eine sehr stimmige Welt erschaffen, mit einer großartigen Atmosphäre und auch einer großen Portion Glaubwürdigkeit, was bei mir schon mal viele Pluspunkte bringt. Obwohl es nicht viel über die Dinge zu erfahren gibt, die geschehen sind bevor die totalitäre Regierung an die Macht kam und man generell irgendwie total wenig über die Geschichte und Umstände in der Welt erfährt, ist sie doch einfach glaubhaft gestaltet, in all ihrer Düsterheit, Brutalität und Ausweglosigkeit. Sicherlich liegt der Mangel an Hintergründen auch daran, dass es nun mal der Auftaktband ist, hier erwarte ich mir doch noch ein bisschen was von den beiden folgenden Bänden. Was mir auch sehr gut gefallen hat ist, dass die „Bedrohung“, die ja ständig in Dystopien vorkommt, keine Übernatürliche ist, sondern ganz von Menschenhand geschaffen und die auch tief in menschliche Abgründe blicken lässt.

Die Geschichte an sich verläuft dann allerdings wieder nach Schema F, so wie man es halt gewohnt ist. In dieser Hinsicht konnte mich die Autorin leider nicht sehr oft überraschen und eigentlich war schon von vornherein klar, wie das Ganze ausgehen würde. Dennoch fiel es mir sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen, denn Marie Lu weiß zu fesseln und die Handlung rasant voranzutreiben. Das hat mich dann auch vergessen lassen, dass hier nicht großartig etwas anderes passiert, als in allen Jugendbuch-Dystopien, aber „Legend“ zeigt, dass auch mit den allen bekannten Elementen eine gute und spannende Geschichte geschaffen werden kann. Wovon ich als passionierter Thriller – und Horrorleser sehr begeistert war, war die absolute Abwesenheit von dieser „Friede-Freude-Eierkuchen“-Blase, die leider oft in Jugendbüchern vorkommt und mir schon mehr als einmal den Spaß verdorben hat. Diese Dystopie ist dreckig, düster und zum Teil richtig grausam, was letztendlich natürlich auch nicht jedermanns Geschmack sein dürfte.

Die beiden Protagonisten Day und June finde ich sehr detailreich und stark gezeichnet, wohingegen die Nebenfiguren fast völlig blass an ihrer Seite untergehen und absolut keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Erfreulicher Weise hat June nicht mit den so oft üblichen Zickenattacken zu kämpfen und für mich als absoluter Anti-Kitsch Verfechter war die obligatorische Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten wirklich gut gemacht. Sie entwickelt sich langsam und nimmt nicht den Großteil der Handlung ein. Beide Charaktere haben ihre düsteren und ihre guten Seiten und ich fand es sehr schön, wie beides gleichermaßen dargestellt wurde, sodass man sich als Leser im Laufe der Zeit selber eine Meinung bilden konnte, abseits von dem Eindruck den man nach den ersten paar Seiten erhalten hat.

Dystopien habe ich schon viele gelesen und von vielen bin ich enttäuscht worden. Der erste Band der Legend Trilogie macht nicht viel anders wie andere Bücher dieses Genres, aber dennoch war ich sehr angetan davon und werde mir wohl seit langem mal wieder auch die Folgebände zulegen.

bewertung„Legend“ bietet nicht viele Überraschungen, konnte mich aber dank der glaubwürdigen Welt, der tollen Atmosphäre und der spannenden Geschichte sehr gut unterhalten.

Gute 4 Punkte

4 Kühe

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