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[Rezension] Todessommer – Michael Bense

Todessommer Cover

Titel: Todessommer

Autor: Michael Bense

Genre: Horror

Verlag: ohne

Format: eBook, ca. 176 Seiten

Preis: 2.99 €

Inhalt

Tom Maier fährt in den Semesterferien in seine Heimatstadt, um den Sommer mit seiner Familie und seinem besten Freund Dennis zu verbringen. Die beiden spüren, wie das Erwachsenwerden langsam einen Keil zwischen ihre Freundschaft schiebt, und wollen ihren vielleicht letzten gemeinsamen Sommer auskosten. Doch als die beiden zufällig einen bizarren Mordversuch beobachten, beginnt für sie ein Abstieg in die Hölle. Sie geraten in die Gewalt eines geisteskranken Serienmörders. Als Gefangene in seinem Haus sind sie ihm hilflos ausgeliefert. Um seine sadistischen Spiele zu überleben, müssen sich die beiden Freunde entscheiden: Werden Helden geboren, oder werden sie gemacht?  (amazon.de)

meinung

Als passionierter Leser von Jack Ketchum, Edward Lee und Konsorten bin ich im Genre Horror doch schon so einiges gewöhnt. Ob das nun herumfliegende Körperteile, abstruse Monstrositäten oder düstere Folterkeller sind, mein Magen hat schon so einiges ertragen und überstanden. Michael Benses „Todessommer“ hat mich aber selbst als trainierten Horrorleser doch so einige Male stark schlucken lassen.

Eigentlich könnte man die Geschichte auch als einen klassischen Buddymovie bezeichnen, nur dass die beiden Freunde Tom und Dennis ihre Freundschaft unter äußerst bösartigen Umständen unter Beweis stellen müssen. Es fängt alles ganz harmlos an und endet in einem gewaltigen, brutalen Blutbad. Es ist von vornherein absehbar, wohin die Geschichte gehen und was passieren wird, was mir leider schon ein ganzes Stück der Spannung genommen hat. Ich hätte mir vor allem wäre der eigentlichen „Hauptgeschichte“ – also der Gefangenschaft im Keller – ein paar mehr Wendungen und Überraschungen gewünscht oder aber auch mal eine Rückblende oder Hintergründe über den völlig blass bleibenden Kerkermeister, etc. , irgendetwas das den ziemlich geradlinigen Plot auflockert und spannender macht.

Der Grad an Gewalt und die detailgetreuen Beschreibungen sind absolut nichts für Zartbesaitete. Wer nicht mindestens gerne in Splatterhorror abtaucht, der wird hier schon nach der ersten Szene im Wald seine Schwierigkeiten bekommen. Generell fand ich die Masse an Gewalttaten ein bisschen zu viel des „Guten“, wie oben schon gesagt, da hätte ich mir lieber noch ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht.

Die Charaktere sind einfach gestaltet und man hat keine große Schwierigkeiten zu verstehen, wie sie ticken oder was sie verbindet. Trotzdem hätte ich mir vor allem für den Antagonisten etwas mehr Tiefgang oder Hintergründe gewünscht, ich bin doch immer so neugierig was die Bösen in einem Buch angeht! Schön fand ich jedoch wie das Thema Freundschaft hier offensichtlich thematisiert und auf ziemlich fiese Weise auf die Probe gestellt wird. Trotz all der Gewalt und dem scheinbar sinnlosen Schlachten habe ich ein paar kleine Botschaften entdecken können, die den Geschehnissen beim erneuten Nachdenken doch einen etwas anderen Anstrich verleihen.

 

bewertungEs ist vielleicht kein großartig verzwickter Plot mit jeder Menge Spannung und die Geschichte trieft förmlich vor Blut, aber der einfach gehaltene Schreibstil ermöglicht ein angenehmes Lesen und als kleiner Horrorhappen für Zwischendurch hat mir das Buch gut gefallen.

gute 3 Punkte

3 kühe

 

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