Blog-Archive

In eigener Sache: Änderung des Layouts für Sachbücher

Hallo liebe Leute,

momentan habe ich drei Sachbuch-Rezis in der Pipeline und habe mir deshalb Gedanken darüber gemacht, ob ein Bewertungssystem nach Punkten und vor allem auch die Bewertung mit den Seitenwiese-Kühen dafür überhaupt passend ist. Es ist ja doch so, dass man ein Sachbuch völlig anders bewertet wie einen Roman, denn ob mir die Charaktereigenschaften einer historischen Persönlichkeit zusagen oder nicht, darauf hat leider der Autor keinen Einfluss. 😉

Um das Ganze etwas aufzupeppen und auch ersichtlich zu machen, dass den Sachbüchern eine ganz eigene Sparte zukommt, habe ich mich für ein paar inhaltliche als auch optische Änderungen entschieden. Einen Blick auf die neuen Kriterien könnt Ihr hier schon mal werfen, meine bescheidenen Gimp-Fähigkeiten haben da mal was produziert:

Sachbuch_Meinung Sachbuch_Inhalt Sachbuch_Fazit

Ihr seht schon, inhaltlich wird sich also gar nicht so viel ändern. Definitiv wegfallen werden die Punkte-Bewertungen, ich möchte am Ende lieber ein Fazit ziehen, ob mir das Buch in seiner Art zugesagt hat oder nicht und ob ich es für empfehlenswert halte. Den Abschnitt „Meinung“ werde ich mit neuen Zwischenüberschriften versehen, sodass man gleich eine Ahnung hat, worauf ich im kommenden Abschnitt hinaus will. Und auch die Maskottchen-Kühe müssen leider ihren Huf äh Hut nehmen. 😉

Insgesamt verändert sich also nicht viel, aber da ich in diesem Jahr unbedingt mehr Sachbücher lesen möchte, musste einfach mal was Neues und Ansprechendes her – Wissen vermittelt zu bekommen kann nämlich echt Spaß machen. 😛

Hallo? Ist da wer? Oder: Ja, ich lebe noch!

Hallo liebe Gemeinde,

nach sehr spontaner Funkstille möchte ich doch mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben! Meine Semesterferien gehen in zwei Tagen zu Ende und was soll ich sagen? Ich habe die letzten Wochen mit Dingen verbracht, für die ich während des Semesters NOCH weniger Zeit habe wie für’s Lesen und Bloggen (dass das hauptsächlich Videospiele und Serien sind muss ja keiner wissen…) und deshalb ist mir das Bloggen so ein bisschen zwischen den Fingern hindurch gerutscht. 😉 Lesetechnisch war ich aber nicht untätig und habe sogar die ein oder andere Rezi verfasst. In den nächsten Tagen soll also der Blog wieder zum Leben erwachen und ich arbeite gerade an ein paar Entwürfen, also wird es mit Sicherheit kein leeres Versprechen sein. 😀 So viel dazu, jetzt kümmere ich mich erstmal weiter um meine „Nicht-bei-der-Buchmesse-sein-können“ – Depression und tippe Rezensionen ab, wir hören uns. 😀

 

Ein paar Worte zum Thema Amazon

Es ist allgegenwärtig und man kommt nicht daran vorbei, vor allem dann nicht wenn man sich für Bücher interessiert. Amazon ist momentan in aller Munde und bisher habe ich mich konsequent zurückgehalten, aber manchmal sollten Meinungen einfach ausgesprochen werden, vor allem wenn sie nicht dem Durchschnitt entsprechen.

Jetzt haben sich also auch in Deutschland teils namhafte Autoren auf die Barrikaden gestellt und schließen sich damit der Protestwelle ihrer amerikanischen Kollegen an. Insgesamt dürften das also nun 1000 Autoren und unzählig viele wütende Buchliebhaber sein, die hier mit Zeter und Mordio zum Boykott von Amazon aufrufen, um auf „Missstände aufmerksam zu machen“. Aber was ist überhaupt passiert?

Amazon befindet sich in Verhandlungen mit einem der größten amerikanischen Verlage und es geht um ein leidliches Thema: eBooks. Laut Amazon wäre es sinnvoll, einen Preis von nicht mehr als ca. 10 Euro anzusteuern, um den Absatz gehörig anzukurbeln, denn schließlich dürfte es nicht unbekannt sein, dass sogar mehr als 50% der eBooks illegal ihren Besitzer wechseln und der legale Markt nur mehr als schleppend läuft. Grundsätzlich geht es also um Preisverhandlungen und Amazon scheint dabei zu etwas unlauteren Mitteln zu greifen. Auslieferungen werden verzögert, Vorbestellungen blockiert und auch ein paar deutsche Verlage sind mittlerweile davon betroffen. Sicherlich, es ist nicht die feine englische Art von Amazon, aber betrachten wir doch einmal die andere Seite.

Ein eBook für weniger als 10 Euro, die gedruckte Ausgabe für knapp 20. Klingt doch nach einem guten Deal, oder? Schließlich bekomme ich ein eBook nur in gedruckter Form, kann es nicht tauschen, verleihen und wenn es ganz blöd läuft habe ich nie wieder Zugriff darauf weil die Technik streikt. Es geht gar nicht darum, dass ich nicht liebend gerne mein Geld für Literatur ausgeben möchte, aber dem Leser entstehen mit einem eBook nun mal Nachteile und wenn die elektronische Variante gerade mal 2 Euro weniger wie das gedruckte Buch kostet, was im übrigen einiges mehr an Aufwand und Kosten mit sich bringt, dann überlege ich mir doch schon zwei Mal, ob ich da zugreife. Am Ende wird es meistens das gedruckte Buch und so geht es wahrscheinlich vielen Menschen, denn der Markt mit den elektronischen eBooks scheint nach wie vor schleppend zu laufen und hat ganz massiv mit Raubkopien zu kämpfen. Aber weshalb ist das so? Überlegen wir uns einmal, was wir tun würden, wenn ein eBook einen deutlichen Preisunterschied aufweisen würde.

So am Beispiel des Festa Verlages aus Leipzig. Der kleine Nischenverlag für alles was irgendwie mit Horror und Thrillern zu tun hat, bepreist seine eBooks konsequent mit 4,99 Euro, was einen doch recht üppigen Unterschied zur gedruckten Variante bedeutet. Wie schnell schwebt hier der Finger über dem „Kaufen“ – Button und klickt man ihn auch? Sehr schnell, denn bei knapp 5 Euro oder selbst den knapp 10 Euro die Amazon fordert, da denkt man nicht so lange nach und so steigert sich schon fast automatisch der Umsatz. Das „das noch und vielleicht das noch“ – Phänomen kennen wir sicherlich alle, aber es bleibt bei zweistelligen Summen schlichtweg aus. Amazon scheint das ganz genau so zu sehen. Selbstverständlich steckt hinter diesem Denken letztendlich die Maximierung des Gewinnes, aber wir leben im Kapitalismus und da ist das oberste Ziel eines Unternehmens nun mal, seinen Gewinn zu steigern. Aber wenn man diesen Gedanken mal für einen Moment ausblendet, dann wird eigentlich ganz schnell deutlich, dass die „Unter 10 Euro“ – Politik von Amazon tatsächlich das Geschäft mit den eBooks ankurbeln könnte.

Jetzt beschweren sich aber Autoren, Verlage und Leser, weil sie um das Wohl der Literaturlandschaft fürchten, um das Wohl der kleinen Buchhandlungen. Sicherlich eine berechtigte Furcht, denn der Onlinehandel hat die kleinen Bücherläden in den letzten Jahren kontinuierlich verdrängt, viele standen oder stehen vor dem Ruin. Nichts geht über das gemütliche Stöbern in einer Buchhandlung, aber was ist, wenn ich erst eine halbe Ewigkeit in die Stadt fahren muss, um zu meinem Buchladen „um die Ecke“ zu kommen? Nicht jeder Mensch wohnt in der Großstadt, gerade für Menschen im ländlichen Gebiet sind Amazon und Co. ein wahrer Segen. Dann beschäftigt mich da noch der Fakt, dass die meisten Autoren und Verlage, die sich jetzt am Protest beteiligen, mehrheitlich große Instanzen sind. Autoren wie John Grisham und Stephen King müssen sich sicherlich keine Sorgen machen, dass das Geld am Ende des Monats mal nicht reicht. Genau das scheint ja aber ihre Sorge zu sein, wenn sie meinen, dass Amazon mit seiner Preispolitik den Verlagen und damit auch den Autoren letztendlich die Mittel kürzen würde. Zurück bleibt da bei mir ein sehr bitterer Geschmack.

Amazon hat seine Vor und Nachteile. Die Methoden die sie in diesem „Preiskrieg“ fahren sind sicherlich auch nicht gerade lobenswert, aber entgegen den ganzen Protesten sollte man eventuell die Idee einer generellen Preissenkung von eBooks endlich mal in den Mittelpunkt stellen, anstatt einheitlich gegen einen Versandhändler zu hetzen.

Ein Lebenszeichen

Hallo liebe Leute,

ich lebe noch! In den letzten Tagen (man könnte fast schon Wochen sagen…) bin ich nicht wirklich zum Lesen gekommen, geschweige denn zum Bloggen. Zum einen hat mir irgendwie die Motivation gefehlt und zum anderen schlichtweg die Zeit! Meine letzten paar Ferientage habe ich mit Ausflügen, einer fetten Erkältung und einem komplett geschrotteten Notebook zugebracht, da ist nicht viel Zeit zum Lesen geblieben und wenn, dann war mir nicht mehr danach. Aber hey, es geht bergauf, das neue Notebook ist komplett eingerichtet und ich bin verliebt. Alles schneller, höher, weiter, keine unnützen nervigen Abstürze und Schneckentempoanfälle, damit macht doch auch das Bloggen gleich viel mehr Spaß. Mit 5 Jahren war das alte Gerät wahrscheinlich sowieso reif fürs Notebook-Altersheim.

Nächsten Dienstag hat mich dann auch der Uni-Alltag wieder, den ich zusätzlich noch mit (höchst motiviert vorgenommenen) Besuchen im Fitnessstudio und einem Russisch-Kurs aufpeppen werde, dafür bleiben wenigstens die Montage komplett frei, sodass ich die verlorene Lesezeit da hoffentlich wieder rausholen kann. Aber jetzt habe ich erstmal genug geplappert, es gibt einiges aufzuholen, die Monatsstatistik wird sich wohl mal wieder um einige Tage verzögern. 😉

Mein Spontan-Besuch auf der LBM 2014

Hallo meine Lieben,

vor ein paar Tagen noch habe ich sämtlichen Familienmitgliedern und Freunden die Ohren voll geweint, dass ich auch dieses Jahr wieder nicht nach Leipzig zur Buchmesse fahren kann, weil mir – mal wieder – eine Seminararbeit im Rücken sitzt. Dann habe ich aber mit besagter Arbeit recht schnelle Fortschritte gemacht, dass ich mir einfach gedacht habe „Ach, sche*ß drauf, den einen Tag kannst du dir gönnen!“. Dank Onlineticket war die Sache innerhalb von einer Stunde beschlossen, geplant und vorbereitet. Am Freitag habe ich dann bei schönstem Wetter nach zweijähriger Abwesenheit die Leipziger Messehallen unsicher gemacht und kann nur sagen: es war klasse!

Nachdem mich die Deutsche Bahn in Werdau stranden lassen hat, auf einem einsamen eiskalten Bahnsteig, dank „Störungen am Triebwagen“, bin ich dann gegen 10:30  Uhr am Bahnhof Messe gelandet und wurde mit gefühlt 10.000 anderen Menschen vom Zug ausgespuckt, woraufhin wir uns als Massenpilgerstrom in Richtung Messehallen begaben.

20140314_103900

 

Dank der unfreiwilligen einstündigen Pause war meine erste angesteuerte Lesung schon vorüber, als ich endlich in der Halle ankam. Danke, liebe Bahn. Aber ich hatte mir vorgenommen, mir definitiv nicht diesen besonderen Tag versauen zu lassen und habe mir dann in aller Ruhe die Hallen 3 und 5 angesehen, denn meine nächsten Termine standen erst am Nachmittag an. Wie jedes Mal war die Menge an Ständen und Ausstellern schier erschlagend und ich wusste gar nicht so recht, wo ich als erstes hinschauen sollte. Sicherlich habe ich wieder die Hälfte übersehen, so ein einzelner Tag ist halt doch nicht ausreichend, um wirklich alles mitzubekommen. Bald schon hatte ich allerhand Leseproben, Verlagsvorschauen, Lesezeichen, Zeitschriften und Visitenkarten (fürs Praktikum!) eingesammelt, sodass ich meinen schicken Sherlock Beutel rausholen und stolz präsentieren durfte. Mehr als einmal habe ich „Oh, wo gibt es denn diesen tollen Beutel?“ zu hören bekommen und musste die Leute dann immer mit betrübten Gesichtern von Dannen ziehen lassen, denn das Prachtstück befindet sich in Privatbesitz! 😀

Bei meiner völlig überteuerten Mittagspause bin ich dann Arno Strobel über den Weg gelaufen, leider war ich viel zu sehr von den gigantischen Preisen in Beschlag genommen, dass ich total vergessen habe, ihn heimlich bei seinem Bier abzulichten. Überhaupt ist diese Buchmesse nahezu fotolos über die Bühne gegangen! Danach habe ich mich wieder in Halle 3 zurückgekämpft um beim ARD TV Forum dem Herrn Sarrazin zu lauschen. Die Massen an Menschen haben schon angedeutet, dass hier mächtig was los sein würde und so kam dann nicht nur am Rande die Polizei, sondern auch mindestens 3 Bodyguards waren mit von der Partie. Nach der ganzen Aufregung musste ich mir erstmal eine kleine Pause gönnen, um mich dann mit neuem Elan den Hallen 4 und 2 zu widmen. Auch hier war wieder einiges los und meine Beutel wurden immer schwerer und schwerer, was vielleicht auch daran lag, dass ich mir die ersten beiden Bücher gekauft hatte. 😉

Ich wollte unbedingt ein Autogramm von Arno Strobel und da ich „Rachespiel“ noch nicht in meiner Sammlung hatte, war das quasi ein Pflichtkauf, sein frisch vorgestelltes Jugendbuch werde ich mir sicherlich auch bald noch zu Gemüte führen. Jedenfalls war ich dann besonders rechtzeitig am Löwe Stand und habe sogar noch ein signiertes Foto bekommen! Dann ging die große Entdeckungstour weiter, auch wenn mittlerweile schon ganz schöne Ermüdungserscheinungen auftraten, aber meine letzte Lesung wollte ich auf keinen Fall verpassen. Gegen 17 Uhr wurde es dann schwarzhumorig und skurril, als Tatjana Kruse aus ihrem neuesten Krimi „Grabt Opa aus“ las. Ich frage mich immer noch, weshalb ich bis zu diesem Zeitpunkt von dieser Autorin noch nie etwas gehört hatte, denn allein die paar Seiten die sie gelesen hat, waren so urkomisch, dass der Buchkauf quasi zur Pflicht wurde. Super nett und lustig ist sie auch noch, was sich beim anschließenden Signieren herausgestellt hat. 🙂

IMG_20140314_175350

Ein letzter Schlenderer durch die Hallen hat noch zwei weitere Bücher in meine so schon schweren Tüten fallen lassen und dann habe ich mich gegen 18 Uhr auf den Rückweg zum Hauptbahnhof gemacht. Dort noch eine kleine Stärkung eingenommen war ich dann endlich gegen halb zehn wieder zuhause, völlig fertig aber auch überglücklich über den tollen Tag!

Einen Einblick in meine Nachwirkungen könnt ihr schon mal hier vornehmen, jedoch sind meine breitgelaufenen Füße und die anhaltende Unlust zum Weitermachen an der Seminararbeit nicht darauf zu sehen. 😉 Ein ausführlicher Nachschubpost kommt dann die Tage noch!

Foto 15.03.14 16 17 51