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[Rezension] Freitags in der Faulen Kobra – Stefan Nink

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Titel: Freitags in der Faulen Kobra

Autor: Stefan Nink

Genre: Unterhaltungsroman

Verlag: Limes; März 2014

Format: broschiert, 448 Seiten

Preis: 14.99 €

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Inhalt

Und wieder ist Siebeneisen auf einer unfreiwilligen Reise um die Welt – dieses Mal auf der Suche nach den Einzelteilen einer magischen Ganesha-Statue, die James Cook vor 250 Jahren aus der Schatzkammer eines Maharadschas in Sicherheit gebracht hat. Jetzt versucht ein Meisterdieb, die Stücke in seinen Besitz zu bringen, und nur Siebeneisen kann ihn stoppen. Ein Wettrennen um den Globus beginnt: Die Suche nach dem Elefantengott führt von Tonga nach Neuseeland, Hawaii und Kanada. Und während sich Siebeneisen mit Straußen, Eisbären und einem kleptomanischen Buschbaby herumschlagen muss und seine Freunde ihn aus dem Teehaus »Zur Faulen Kobra« unterstützen, wird im Palast des Maharadschas ein ganz anderer Plan verfolgt.

meinungEinmal um die Welt reisen! Ist das nicht etwas, was sich unglaublich toll anhört? Nach Abenteuer, viel Spaß und einer verdammt guten Zeit? Siebeneisen hat das schon mal hinter sich und weiß ganz genau, welche Tücken auf einen warten können und dennoch lässt er sich breit schlagen, als der Sultan ihn mit der Aufgabe fortschickt, die zerstückelte Elefantengott-Figur zu finden bevor es ein anderer tut und die Welt untergeht, zumindest für den Sultan.

Alles startet absolut chaotisch und mit einem fetten Fliegenstich in Indien. Von hier aus begibt sich Siebeneisen auf die Suche nach den einzelnen Stücken, die der alte Familienfreund James Cook irgendwo auf der ganzen Welt versteckt hat. Gleich nach ein paar wenigen Sätzen musste ich das erste Mal richtig schön Schmunzeln und der erste Lacher kam nur ein paar Seiten später. Ehrlich gesagt finde ich „Reiseromane“ jetzt nicht wirklich spannend, aber dieser hier – wenn man ihn denn überhaupt so nennen kann – ist etwas ganz anderes. Es ist bereits Siebeneisens zweites Abenteuer und man bekommt immer mal wieder einen Seitenhieb auf das Erste mit, es ist aber niemals so, dass man sich so vorkommt, als hätte man etwas verpasst. Stefan Nink hat einen tollen, einfallsreichen Humor, auch wenn die Geschehnisse manchmal etwas überzogen oder erzwungen witzig wirken, aber im Großen und Ganzen gibt es einfach enorm viele Stellen im Buch, die einem zumindest ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern und das macht auch den Charme des Buches aus.

Der Autor scheint nun selbst weit herum gekommen zu sein, denn er schildert die bereisten Orte mit einer solchen Genauigkeit, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein und bei den angesteuerten Reisezielen ist das einfach mal total herrlich. Neuseeland ist dabei, Kanada, Hawaii und noch einige andere Traumziele, die dank des flüssigen und lebendigen Schreibstil des Autors wirklich lebendig werden. Dabei ist es auch so, dass man einiges über Land und Leute lernt, auch wenn natürlich Pauschaltouristen und allerhand andere Kuriositäten die man so beim Reisen erlebt, schön humorvoll auf die Schippe genommen werden.

Siebeneisens Abenteuer an sich läuft dann aber leider immer wieder nach dem gleichen Schema ab, was einfach auf die Dauer langweilig wird, da können auch die tollen Umstände nichts mehr herausreißen. Im Prinzip reist er an einen Ort – sucht – wird fündig (oder auch nicht) und reist weiter zum nächsten Ort. Ich hätte mir das Ganze spannender vorgestellt. Es ist zwar nicht so, dass zwischendrin nicht mal etwas Außergewöhnliches passiert, aber das reicht einfach nicht aus, um das sich langsam selbst ausleiernde Schema F auszubügeln. Hier wurde für meinen Geschmack sehr viel Potential verschenkt.

Letztendlich hat mich das Buch aber dennoch recht gut unterhalten, da mir vor allem der Humor und auch das „so nebenbei“ vermittelte Wissen sehr gut gefallen hat. Dieses Buch ist die perfekte Lektüre für einen verregneten Nachmittag, wenn einen die Reiselust packt – kurzweilig und fluffig zu lesen.

bewertungEin lustiger und unterhaltsamer Reiseroman, der aber leider immer wieder nach dem selben Schema abläuft und dadurch etwas vorhersehbar und ermüdend wird. Aber für die kurzweilige Lesezeit zwischendurch ein herrlich schrulliger Roman.

Gute 3 Punkte

3 kühe

Herzlichen Dank an den Limes Verlag und Blogg Dein Buch für das Rezensionsexemplar!

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